Taggeldversicherungen, Schleudertrauma und wie die IV der Versicherung hilft

Ein Artikel des Tagesanzeiger ist mir heute aufgefallen. Dabei geht es um die verbreitete Praxis, dass Versicherungen Langzeitkranke zur IV abzuschieben versuchen. Der Tagesanzeiger sagt: “Tagesanzeiger.ch/Newsnetz liegen jedenfalls Briefe der Axa Winterthur (AXA 10.85 3.38%) und der Helsana an Schwerkranke in der Romandie vor, denen sie mit dem Aussetzen der Taggeldzahlungen drohen, falls sich diese nicht sofort bei der IV melden.” Abschieben scheint der beste Weg zur Optimierung der Ausgaben einer Versicherung zu sein.

Wir selber kämpfen heute mit den Folgen eines Schleudertraumas und der Tatsache, dass Versicherungen der Bundesgerichts-Sichtweise folgen, dass es eigentlich gar kein echtes Schleudertrauma gibt. Mit einem solchen Urteil stärkte das Gericht die IV in ihrer Ansicht, dass ein Schleudertrauma-Patient keinen IV-Anspruch hat. Grundlage dazu ist, dass bei einem Schleudertrauma nur in extremsten Fällen mit Röntgenbildern ein Defekt festgestellt werden kann. Somit werden alle anderen Fälle “nur” als Schmerzerkrankung betrachtet und eine solche kann mit Schmerzmittel einfach behandeln.

Was macht nun eine Privat-/Taggeldversicherung? Sie empfiehlt die Anmeldung bei der IV und bezieht sich dann auf deren Urteil, welches behauptet, der Patient sei gesund. Mehrere Anwälte empfehlen darum, die IV-Anmeldung bei einem Schleudertrauma gleich von Anfang an weg zu lassen.

Achtung, dies ist keine Empfehlung sich als Betroffener nicht anzumelden. Es ist nur eine Feststellung, die irgendwie ganz gut zur in diesem Tagesanzeiger erschienen Artikel passt.

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