Was läuft falsch: Solarstrom, Öko-Strom – Fukushima Effekt ist weg, niemand will’s

Der soeben ausgestrahlte 10 vor 10 Beitrag macht stutzig:

Da berichten die Stromanbieter, dass der Fukushima-Effekt weg sei und die Verbraucher keinen Ökostrom mehr kaufen wollen. Das Angebot sei da, aber niemand konsumiere. Es sei genug Solarstrom in den Strombörsen vorhanden, aber die Konsumenten wählen den billigeren Atom-Strom. Fast schon vorwurfsvoll wird da gesagt, dass die Konsumenten hald schnell vergessen und den billigeren Strom kaufen und es wird gleich nochmals angefügt, dass der Markt zwar da sei.

Doch hallo, wie funktioniert ein Markt oder wie funktioniert eine Börse? Beide Begriffe wurden und werden in diesem Zusammenhang verwendet. Der Strom wird also durch eine Börse vergeben und der Ökostrom wird nicht gekauft!

Also, liebe Strom-Lobby: Ein Preis an einer Börse fällt, wenn keiner kauft, respektive wenn ein Produkt am Markt keinen Absatz findet. Der Ökostrom müsste also deutlich günstiger sein und würde so bestimmt auch wieder mehr Käufer finden.

Genau so komisch erscheint auch, dass der Ökostrom subventioniert wird. Auch dies sollte einen günstigeren Preis sicherstellen und ist ja eigentlich auch das gewollte Ziel. Irgendwie riecht das stark nach einer Branche, der man wohl etwas genauer auf die Finger schauen sollte, oder? Preisüberwacher?

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