Sind Fotografen teurer, wenn’s um’s Heiraten geht?

Man liest es immer mal wieder in Hochzeitsforen oder hört es in Gesprächen von Brautpaaren: Wenn es um’s Heiraten geht, ist alles etwas teurer…. Doch stimmt das so?

Gerade vergangene Woche löste ein Craigs-List Gratisinserat einer Braut aus den USA viele lautstarke Reaktionen aus und viele Hochzeitsfotografen aus Übersee begannen Antworten in Form von Blogbeiträgen zu verfassen.

Hier ein Screenshot des Inserates, in welchem die Braut einen ‘bezahlbaren’ Fotografen sucht und sich dabei ziemlich heftig über die ihrer Meinung nach überrissenen Preise mancher Hochzeitsfotografen auslässt:

Also, zurück zur Frage: Ist alles teurer, wenn es um Hochzeiten geht, insbesondere, verlangen Hochzeitsfotografen zu hohe Preise?

Erstaunen wird es kaum, dass man als Hochzeitsfotograf klar eine andere Ansicht als die Braut im Amerikanischen Inserat habe. Nikki Wagner hat auf PetaPixel eine gute Antwort gepostet, in der man eine realistische Aufstellung von Kosten findet, welche ein Fotograf zu tragen hat. Jeder selbständig Tätige wird dem zustimmen können, egal ob als Fotograf oder aus einem anderen Bereich.

Die Kosten sind aber nur ein Aspekt. Genau so zum zugegeben nicht günstigen Preis einer ganztägigen Hochzeitsreportage gehört auf der Zeitaufwand. Und dieser ist deutlich mehr als die Zeit, welche man vor Ort mit dem Brautpaar verbringt. Eine Hochzeitsreportage besteht in etwa aus diesen Tätigkeiten auf der Seite des Fotografen:

  • Vorbesprechung(en) mit dem Brautpaar. Manchmal werden diese mit Location-Besichtigungen kombiniert, sodass neben einigen Stunden Zeitaufwand auch noch Reise-/Fahrtaufwände dazu kommen.
  • Die Vorbereitungen des Fotografen, bestehend aus Mails mit dem Brautpaar und anderen Involvierten, Vorbereitung der Ausrüstung (reinigen, packen, aufladen, speicherkarten leeren, kontrollieren).
  • An- und Abreise zur Hochzeitslocation.
  • Natürlich die Fotografie, irgendwo zwischen 8 und 14 Stunden vor Ort.
  • Herunterladen und archivieren aller Fotos, Backup erstellen, Kontrolle der Daten.
  • Sichten und aussortieren aller Fotos und danach die Bearbeitung der Bilder. Je nach gelieferter Bearbeitungsqualität kommt hier schnell mal ein Zeitaufwand zustande, der deutlich mehr als die eigentliche Fotografie-Zeit am Hochzeitstag ist.
  • Zusammenstellen der Bild-DVD, online-Kundengalerie, Kommunikation der Zugangsdaten, Abrechnung und Versand.

Der Aufwand ist natürlich je nach Fotograf und seinen Leistungen sehr unterschiedlich. Bietet man dem Brautpaar aber wirklich fertig bearbeitete Bilder – alles andere ist meiner Meinung nach ungenügend – so kommt schnell mal ein Zeitaufwand von mehr als einer guten Arbeitswoche zustande.

Berechnet man damit nun die eigentlichen Kosten pro Stunde, so merkt man schnell, dass damit unter Berücksichtigung der auf PetaPixel aufgezeigten Kosten ein ziemlich tiefer Stundenpreis zustande kommt. Da wird in beinahe allen anderen fotografischen Disziplinen deutlich mehr verrechnet und die die Aussage, dass Hochzeitsfotografen nur wegen dem Thema “Hochzeit” mehr verrechnen, ist schlicht falsch.

Etwas möchte ich aber noch betonen: Ich akzeptiere absolut, dass nicht jeder sich zur Hochzeit eine Hochzeitsreportage für mehrere Tausend Franken leisten kann oder leisten will. Und es ist mir absolut klar, dass es nicht jedem gleichviel bedeutet von seinem Hochzeitstag spezielle, künstlerische oder aufwändig bearbeitete Hochzeitsfotos zu haben.

Jedem das Seine…

Also wenn die EOS 5D X oder Mark III jetzt schon kommt, und so!?

Gerüchte, Gerüchte, Gerüchte, nicht mehr, seid gewarnt!

Aber weil’s so schön ist, wenn die Spannung steigt, doch noch mal eine Ergänzung zu meinen bisherigen Spekulationen. Laut canonrumors.com könnte Ende Februar der Nachfolger der Canon EOS 5D Mark II bereits angekündigt werden kommen. Dass irgend etwas kommt, sei laut der Seite sehr wahrscheinlich (CR3 Rating), doch die aktuellsten Spezifikationen doch etwas weniger (CR1 Rating). Wenn aber die aktuellsten Spezifikationen stimmen, tut Canon etwas, das ich nicht erwartet hatte: Sie lancieren eine Kamera, die in gewisser Hinsicht einen starke Konkurrenz zur neuen, aber noch nicht auf dem Markt erhältlichen EOS 1D X darstellt:

Ein kompaktes Kameragehäuse mit relativ wenigen Pixeln (22 sind viel, aber deutlich weniger als erwartet), die somit sehr handlich ist, keine zu grossen Bilddateien produziert und ein interessantes Rauschverhalten bei hohen ISO-Einstellungen haben dürfte.

Damit wäre die Kamera ein Top-Favorit für viele ambitionierte Hobbyfotografen und vor allem auch Event- und Hochzeitsfotografen, die eine sehr grosse Anzahl Bilder pro Auftrag fotografieren. Auch für mich selber würde der eigentlich gesetzte Kauf einer 1D X in Frage gestellt.

Aber wieso könnte Canon den so etwas vordergründig ‘dummes’ tun (falls sie es denn auch tun)?
Ein Grund könnte die in den letzten beiden Jahren beobachtete Abwanderung einiger Hochzeitsfotografen zum Konkurrenten Nikon sein. Canon würde damit die Loyalität in diesem Segment stärken und bestimmt auch einige wankelmütige Markenwechsler zum Zuzug (oder gar Rückzug) von Nikon zu Canon bewegen. Und Canon würde ein Statement für weniger Pixel machen, was sehr markant wäre, zumal erwartet wird, dass Nikon schon kommende Woche womöglich die Nikon D800 mit stolzen 36 Megapixel ankündigt.

Die Chancen wären für Canon damit auch sehr gross, den Ruf des Herstellers mit dem besten Rauschverhalten wieder zu gewinnen. Canon hatte zur Zeit der ersten EOS 5D ganz klar die Nase vorne, geriet aber seit der Erscheinung der Nikon D3 ganz klar ins Hintertreffen.

Mal schauen, was kommt;-)

Einen guten Rutsch!

Hey da draussen, ich wünsche euch allen die hier mitlesen einen guten Rutsch ins’ 2012. 2011 war hier ein unter dem Strich eher anstrengendes Jahr, mir nahe stehende wissen mehr dazu, das genügt;-) Die Vorzeichen für 2012 stehen aber ganz gut und vieles scheint sich schon jetzt im späten 2011 in die richtige Richtung zu wenden.

Viel neues wird kommen, so zum Beispiel:

  • Es entsteht hier in Zürich Oerlikon mein neues Fotostudio.
  • Als Hochzeitsfotograf sind bis jetzt einige ganz spannende Hochzeitsreportagen für 2012 geplant. Einige dabei auch in südlicheren Gegenden. Hochzeitsfotografie wird ganz bestimmt auch im neuen Jahr im Zentrum stehen und als grösster Bereich meiner fotografischen Tätigkeit bestehen bleiben. Aber ich habe doch einige Ideen, was dazu kommen oder erweitert werden könnte. Mehr dazu später.
  • Im Januar geht’s erst gleich mal los mit einer Hochzeitsmesse, auf der wir dank der Unterstützung durch die beste Hochzeitsband nördlich des Mittelmeers einen Platz erhielten. 🙂
  • Die Fotografie bleibt im 2012 das zentrale Thema und während ich doch immer noch meine alte Seite zu meiner Leidenschaft für’s Fotografieren betreibe, wird diese wohl endlich einen Umbau bekommen.
  • Auch mein ältestes noch bestehendes online-Projekt, das Fotografie-Verzeichnis photolinks.ch, wird zudem im kommenden Jahr wieder etwas mehr Aufmerksamkeit bekommen. Das sagte ich schon einige Male, darum steht dies hier auch an letzter Stelle;-) Doch man weiss ja nie…

Soviel schon mal zu den beruflichen Aktivitäten und wohl auch ein wenig zu den Vorsätzen für das kommende Jahr. Ich habe aber auch Vorsätze zu einigen Themen, die ich nächstes Jahr eher sein lassen werde. Dies betrifft vor allem Themen, die von anderen so intensiv beackert werden, dass es auf der Hand liegt, sich mal wieder auf den Kern der eigenen Tätigkeit zu konzentrieren.

Im dem Sinne: “Back to the roots, back to real passion” – ich freue mich riesig auf 2012!

Nach einem Jahr unter Wasser: Bilder finden den Weg zurück zum Eigentümer

Das ist krass: Einer verliert seine Kamera im Meer, respektive am Ende eines Piers. Ca. ein Jahr später fischt der Taucher Markus Thompson die Kamera, eine Canon EOS 500D, aus dem Wasser. So weit so gut, doch er macht sich auf die Suche nach Bilddateien auf der Speicherkarte und kann in der Tat noch Bilder retten!
Das ist ein erstes kleines Wunder der Technik – Speicherkarten können also ganz schön robust sein.

Doch damit ist erst der eher unspektakuläre Teil der Story erzählt. Das eigentliche ‘Wunder’ (dabei glaube ich gar nicht an solche) geschah dann im sozialen Netz, konkreter auf Google Plus: Der Finder publizierte einige Bilder und suchte den Besitzer. Es gelang, die Bilder sprachen sich rum und sie fanden ihren Weg.

Ohne soziales Netz, die grosse Internetcommunity, wär dies niemals möglich gewesen. Wunderbar!

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