Die AAA Methode im online Marketing

Wer erinnert sich noch an die Telefonbuch Zeiten, als es galt möglichst weit vorne im Telefonbuch aufzutauchen? Dies führte zu so absurden Firmennamen und damit Telefonbucheinträgen wie “AAA Zimmerli Reinigungen” (welcher hier absolut frei erfunden ist).

Nun eine Frage, welchen Eindruck hinterlässt dies? Ist die AAA Zimmerli Reinigungen eine seriöse, zuverlässige und qualitativ hochwertige Reinigungsfirma? Mit einer guten Referenz vielleicht schon, sonst aber eher nicht, denn sonst hätte die Firma Zimmerli diese zweifelhafte Präsentation gar nicht nötig. Und ein intelligenter, kritisch hinterdenkender Kunde wird wohl eher fern bleiben.

Doch wieso erzähle ich dieses Beispiel?

In letzter Zeit fiel mir auf, dass ein Fotograf zu reinen SEO-Zwecken unzählige ähnliche Webseiten mit ähnlichen URLs im Stil von ‘hochzeitsfotograf-StadtXYZ-hochzeit-fotograf-StadtXYZ.ch’ aufbaut, nonsense PRs dazu veröffentlicht und sie natürlich als Linkquelle verwendet. Natürlich ranken einige dieser Seiten vorerst gar nicht so schlecht.

Doch:

  • Die Seiten sehen unseriös und billig aus.
  • Ein halbwegs inteligenter, Google-suchender Kunde, der die Hauptseite und die Pseudoseiten entdeckt, wird skeptisch sein.
  • Die Linkstruktur hat eine recht banale Struktur.
  • Die Fotografie auf der Hauptseite ist Mittelklasse, macht also die Zeifel nicht wett.

Genau wie die Firma Zimmerli hat diese AAA Methode des online und SEO Marketing keine Aussicht auf langfristigen Erfolg. Ihr fehlt langfristiges Denken und echte Qualität.

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Geklaute Webseiten-Texte: Wie gehe ich gegen diese dumme Alltäglichkeit vor?

Hinter Webseiten und deren Inhalten steckt viel Arbeit. Je nach Sinn und Zweck einer Seite gehen schon Stunden, wenn nicht gar Tage oder Wochen, in das Erstellen von Produkt-, Angebots- und Anbieterbeschreibungen. Diese Texte und oft auch dazu gehörtende Bilder und Illustrationen sind meistens das Rückgrat und auch der eigentliche Identität einer online Präsenz.

Diese Arbeit ist zum Glück durch das Urheberrechtsgesetz geschützt. Aber trotzdem wird geklaut, was das Zeug hält. Oft wohl aufgrund der Überlegung, dass der andere mit seinen Texten und seiner Webseite ja erfolgreich sein muss, also muss etwas richtig daran sein. Oder, wenn er so gut in Google gefunden wird, dann liegt das wohl an seinen Inhalten. Also, anstelle richtig zu verstehen, selber zu arbeiten, kopiert man einfach. Doch genau diese Vorgehensweise ist völlig falsch, ja sogar kontraproduktiv und ilegal. Wieso? Hier ein paar Aspekte:

  • Inhalte – Texte und Bilder – unterstehem dem Urheberrechtsgesetz. Klauen und einfach nur schnell kopieren und dann auf der eigenen Seite veröffentlichen ist somit illegal.
  • Wenn ein Text zweimal identisch im Internet vorkommt, ist das doppelter Content und genau das mögen Google und andere Suchmaschinen gar nicht. Klaut man und veröffentlich, so schadet man also der Seite des Urhebers und zugleich sogar seiner eigenen. Das Vorgehen ist also schlicht ungeschickt, kontraproduktiv und ich würde sagen dumm.
  • Suchmaschienenoptimierung ist um ein vielfaches komplexer, als einfach die richtigen Texte online zu haben. Man erreicht mit guten Texten allein noch gar nichts.
  • Kommt der Content-Klau aus, so hat man sein Image zumindest beim Urheber ramponiert. Unbeliebt machen ist meist ein schlechter Weg, sich in einer Branche zu etablieren.

Ganz konkret erlebe ich das Phänomen immer wieder bei meiner Seite hochzeitsfotograf-schweiz.ch. Die Seite wird beim Suchen nach einem Fotografen für Hochzeiten ziemlich gut gefunden. Und somit fällt sie offensichtlich auch meinen ‘werten’ (wow, wer verwendet dieses Steinzeitwort noch;)) Kollegen auf. Und einige sind dann so naiv und kopieren sich einfach mal meine Texte.

Um geklauten Content zu finden, gibt es ein ganz praktisches online Tool: Auf der Seite Copyscape kann man die URL seiner eigenen Webseite eingeben und Copyscape spuckt einem dann aus, wo die gleichen Inhalte im Internet sonst noch gefunden wurden. Dabei erhält man eine sehr praktische Anzeige der Webseiten mit farbig unterlegten Text-Passagen.

Ich sende dem Webseitenbetreiber dann jeweils ein freundliches, aber bestimmtes Email mit der Aufforderung die Texte zu entfernen. Die Antworten sind teils haarsträubend. Da kommen manchmal ganz merkwürdige Ausreden zusammen, weshalb die Texte kopiert wurden. Doch am Schluss wir fast immer mehr oder weniger korrekt reagiert und die Texte verschwinden.

Wie geht es euch? Habt ihr auch entsprechende Erlebnisse? Ich bin gespannt, davon in den Kommentaren zu hören.

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Google macht kurz-URL-Dienst goo.gl öffentlich

Der Google eigene URL-Shortener goo.gl ist nun öffentlich für alle zugänglich. Google will nichts mehr, als den besten URL-Shortener anzubieten.

Sicher werden nun auch Gedanken aufkommen, dass es SEO-mässig etwas bringen könnte, seine gekürzten Links, z.B. auf Twitter, mittels goo.gl zu kürzen. Das würde ich selber aber bezweifeln, denn Google wird sich hüten derart einfache Wege zur Suchmaschinenoptimierung anzubieten. Allerdings kann ich mir vorstellen, dass der Verweis via Google’s kurz-URL-Dienst die Indizierung etwas beschleunigen könnte. Wobei es hierzu allerdings andere Faktoren gibt, welche die zusätzliche Beschleunigung wohl nicht nötig haben.

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Ein guter Webkatalog zur Fotografie?

Ich las diesen Artikel auf dem SEO-Blog und habe mir nun natürlich gleich die Frage gestellt, ob mein eigenes Verzeichnis zur Fotografie www.photolinks.ch, gemäss den dortigen Kriterien ein Gutes ist. Darum mal die Kriterien des besagten Artikels und meine Analyse:

  1. Ist der Webkatalog bekannt?
    Inzwischen durchaus, denke ich;-)
  2. Wie sind die Traffic-Werte?
    Nicht extrem, aber ganz ordentlich, mit etwa 6000 Besuchern im Monat. In erster Linie geht es aber dort nicht um Volumen, sondern um’s vereinzelte auffinden schöner Fotografie.
  3. Findet man im Web viele Links auf den Webkatalog?
    Google scheint alle Unterseiten von photolinks.ch zu kennen, also gegen 3000
  4. Sind schon viele Links/Rubriken eingetragen?
    Momentan sind auf photolinks.ch 2781 Links, sortiert in 216 Kategorien, zu finden.
  5. Stehen viele Links in der Warteschlange?
    Zugegebenermassen einige, da ich in erster Linie fotografiere und das Verzeichnis eher als Hobby betreibe. Etwas Geduld braucht es also und ich bin mit der Auswahl der Links sehr selektiv, was ja auch dem Zweck entspricht.
  6. Gut strukturiert oder Rubriken mit “257 Seiten”?
    Alle Links auf einer Seite pro Kategorie, also wenig aber gut strukturiert;-)
  7. Auffällig viele leere Rubriken?
    Neben den weiter aufgeteilten Oberkategorien keine.
  8. Ist der Webkatalog aktuell und gepflegt?
    Es kommt regelmässig Neues dazu und fehlerhafte Links werden, wenn gemeldet, sofort korrigiert. Bei der Suche nach fehlerhaften Links steht aber noch eine Verbesserung an.
  9. Gibt es eine Link-Detailseite?
    Ja, zu jedem Link.
  10. Ist die Link-Detailseite (SEO-)technisch okay?
    Ich denke schon, nofollow und ähnliches gibt’s nicht und der Code ist astrein, nichts verstecktes oder dergleichen.
  11. Ist die Link-Detailseite inhaltlich okay?
    Ja, sie enthält einfach die öffentlichen Details.
  12. Wird Pagerank auf die Link-Detailseite vererbt?
    Soweit ich dies bezüglich meiner eigenen Seiten sagen kann, ja.
  13. Ist der externe Link (Backlink) technisch/inhaltlich okay?
    Ja, kein nofollow, siehe oben.
  14. Ist der Webkatalog gut zu bedienen und strukturiert?
    Strukturiert ja, zu bedienen sehr leicht, obwohl eine verbesserte Suchfunktion als die gegenwärtige noch in Planung ist.
  15. Wie sichtbar ist der Webkatalog in Suchmaschinen?
    Sehr sichtbar, alle Unterseiten sind indiziert.
  16. Besteht eine Themenrelevanz auf der Linkdetailseite?
    Aufgrund der Kategorienzuordnung durchaus.
  17. Bietet der Webkatalog auch mehr als “nur” Links?
    Zurzeit wenig mehr…
  18. Gibt es eine gute, erweiterte Eintragmöglichkeit?
    Nein, da aber das Verzeichnis nicht alles, sondern nur meine persönlichen Empfehlungen annimmt, bleibt dies überflüssig.
  19. Wird Pagerank auf die Linkdetailseite vererbt?
    Ja
  20. Wird der Pagerank sauber nach aussen weitergegeben?
    Ja, siehe oben.
  21. Wird als Gegenleistung ein direkter Backlink verlangt?
    Nein, natürlich nicht, aber ein Backlink ist natürlich immer willkommen.
  22. Werden die Angaben zum Linkeintrag in die META-Tags und den HTML-Title integriert?
    Ja, das ist der Fall.
  23. Befindet sich die Linkdetailseite unter einer sauberen URL?
    Ja
  24. Gibt es im Webkatalog auffällig themenfremde Links in Seiten-Footer etc.?
    Nein
  25. Gibt es beim Eintrag die Möglichkeit, die Texte zu formatieren (fett, etc)?
    Nein, da nicht gewollt.
  26. Findest Du schnell im Webkatalog mehrere Duplicate Content Einträge?
    Sollte nicht der Fall sein.

Schulterklopfen – aber etwas Arbeit steht schon an;-)

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Post Blog-comments for SEO – as many as you can…(?)

Do you have a professional blog and does it allow for commenting quite openly? Then you may realized that many of your visitors, friends and often even some personally unknown industry companions comment with short, positive messages, but no real meaning. It looks quite obvious, many of these comments are just written to be there. Or more specifically, for SEO, in order to get links to their website, to achieve a higher Google ranking.

What I say? Mostly nonsense! And a waste of time and energy.

Most blogs add a “nofollow” attribute to the link. This is in particular the case with all WordPress installations, but also most other systems. Google and other search engines read this and thereby know, that this link was not added and controlled by the blog’s editor and can therefore potentially be search engine spam.

Matt Cutts, head of Google’s anti spam team actually wrote about this several times on his blog, confirming that they just simply ignore these links. Therefore: These comments are mostly a waste of energy and time, dear comment writers.

But sure, honestly meant comments are so welcome and so important for the viability of the blogging community. But please just stop these meaningless comments, which you may just leave behind everywhere, because you’re not aware of ‘nofollow’, but think you’re doing yourself a SEO-favour.

And a little side-note: Some blogging fellows actually go and specifically remove URLs from comments of their blogging-fellows, eeeeh meant to say real-world-friends, eeeeh meant to say real-world-competitors. I’ve observed this myself and beside it revealing something about character and personality, it also reveals the absence of knowledge along the line of this blog post.

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