Den passende Hochzeitsfotografen finden

Sind wir doch mal ehrlich, Hochzeitsfotografen gibt’s wie Sand am Meer und als Brautpaar hat man keine Ahnung, wie man den richtigen findet. Dies stimmt zumindest für die Paare, die nicht schon den passenden empfohlen bekommen haben.

Wer nicht in dieser glücklichen Lage ist, erhält nun auf der Webseite Hochzeitsfotografen. CH einige wertvolle Tipps dazu:

Hochzeitsfotograf suchen & finden – wie vorgehen

 

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Bester Hochzeitsfotograf der Schweiz?

Als selbständiger Fotograf beobachte ich seit nun beinahe 10 Jahren den Markt der Hochzeitsfotografie sehr genau. In dieser Zeit hat sich unglaublich viel verändert, wobei dies vor allem das Marketing betrifft. Vor 2010 gab es zum Beispiel gerade mal ein einziges online Portal mit einer Auflistung von Dienstleistern rund ums heiraten. Heute sind es unzählige mit natürlich variabler Qualität und Effektivität. Viele versprechen, dass nur die besten Anbieter auf dem Portal zu finden sind. Einige führen auch Listen zum Thema “Bester Hochzeitsfotograf der Schweiz”.

Ich bin selber Hochzeitsfotograf. Wenn mir nun ein neues Verzeichnis verspricht, nur den besten Hochzeitsfotografen einer Region jeweils weiter zu empfehlen, so ist das Blödsinn und ja, es ist eigentlich beinahe Betrug am potentiellen Kunden. Denn einen besten Hochzeitsfotografen per se gibt es nicht. Doch genau sowas wurde mir heute angeboten: Gegen eine Gebühr leite man die Anfragen meiner Region an mich weiter. Selbstverständlich ging ich natürlich nicht darauf ein.

Als Hochzeitsfotograf weiss ich, dass es grundsätzlich keinen besten Hochzeitsfotografen gibt. Wenn, dann gibt es gute und schlechte, erfahrene und unerfahrene, Profis und nicht-Profis und vor allem zu einem Brautpaar passende und unpassende Fotografen. Hochzeitsfotografie ist etwas äusserst Persönliches. Jedes Paar und somit jede Hochzeit ist anders.

Eine Hochzeit vorzubereiten ist ein sehr grosses Unterfangen und solch trügerische Seiten verleiten ein Paar schnell mal dazu, nicht genauer hinzuschauen, schliesslich hat man ja noch einiges mehr zu tun. Das kann zur grossen Enttäuschung führen, der man sich unter Umständen erst viel zu spät bewusst wird, wenn man die Fotos nach der Hochzeit erhält. Ich habe mir schon einmal einige Gedanken dazu gemacht, worauf es bei der Wahl des Hochzeitsfotografen ankommt. Es ist meiner Meinung nach ganz wichtig, dass man sich als Brautpaar mehrere Fotografen anschaut.

Und aus genau diesem Grund gehe ich auf keine Angebote ein, die mit viele Kunden versprechen und den Paaren vorgaukeln, die Suche zu vereinfachen. Auch ich als Fotograf möchte die passenden Paare als Kunden gewinnen und sie genau darum mit ihren Hochzeitsfotos glücklich machen.

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Heiraten im 2013 – wann muss ich was vorbereiten?

Zugegeben, 2013 scheint noch ein Stück weit weg zu sein. Doch ich greife jetzt doch mal schon das Thema der Hochzeitsvorbereitungen für Paare, die im Jahr 2013 heiraten, auf. Denn dies ist die Zeit in der bei mir die ersten Anfragen reinkommen (um genau zu sein die ersten beiden Hochzeiten für den Sommer 2012 sind bereits seit Sommer 2011 gebucht). Und ich erlebe es immer wieder, dass Paare sehr kurzfristig anfragen und dann erstaunt sind, dass ich als Fotograf an ihrem Hochzeitsdatum bereits gebucht bin.

Was sollte ich also wann reservieren?
Ich gehe hier mal von einem typischen Hochzeitsdatum, sprich ein Datum im Sommerhalbjahr, zwischen zirka Anfang Mai bis Mitte Oktober. Das sind die Monate, in denen die meisten Hochzeiten stattfinden, weshalb alle Termine in dieser Zeit auch viel früher gebucht werden müssen. Dies ist vor allem der Fall, wenn man typische Hochzeitslocations oder Dienstleister wählt.

Hotels und Fest-Locations: Beliebte Hochzeits-Hotels und Hochzeitslocations sind oft 12 bis 18 Monate im voraus gebucht. Möchte man also in beliebten Häusern, fast egal wo, heiraten, so sollte man sich jetzt die finalen Gedanken dazu machen und eine Entscheidung treffen. Im Herbst 2012 sind in manchen Häusern alle Termine für Hochzeitsfeiern im 2013 besetzt.

Wenn wir schon gleich bei der allerersten Planung, bei der Ideensuche und Locations sind, müssen auch Hochzeitsplaner erwähnt werden. Sie können einem viele Ideen liefern, Kontakte vermitteln und in verschiedenster Weite helfen. Ein Hochzeitsplaner kann einem sowohl nur in einigen Belangen beraten, oder auch die gesamte Hochzeit planen und für eine effiziente Planung und Durchführung sorgen. Somit kann man diese Hilfe also sowohl sehr früh, wie auch später in Anspruch nehmen.

Spezielle Dienstleister, die einem besonders wichtig sind, sollte man auch möglichst früh kontaktieren. Ob dies eine Hochzeits-Band, ein spezieller DJ, ein Entertainer oder ein Fotograf ist, spielt keine Rolle. Sie haben alle gemeinsam, das sie meist als Einzelpersonen tätig sind und pro Datum nur einem Hochzeitspaar zur Verfügung stehen können. Als Hochzeitsfotograf in Zürich erhalte ich meistens die allerersten Anfragen ca. 18 Monate vor der jeweiligen Hochzeit. Ca. 12 Monate davor, oder eben jetzt im Sommer 2012 für den Sommer 2013, nehmen die Anfragen zu und erreichen im Herbst (September/Oktober) ihren Höhepunkt. Wer also für sein Datum auf Nummer sicher gehen möchte und konkrete Vorstellungen von seinen Hochzeitsfotos hat, sollte sich also in etwa 9-12 Monate vor der Hochzeit für seinen Hochzeitsfotografen entscheiden.

Es ist selbstverständlich so, dass man all diese Dienstleister auch kurzfristiger buchen kann. Man wird auch ein paar Monate davor noch jemanden finden. Doch die Wahl ist dann sehr eingeschränkt und beliebe Anbieter meist schon besetzt. Spätestens im Januar, wenn all die vielen Hochzeitsmessen stattfinden, werden dann grosse Massen von suchenden Brautpaaren ‘aktiviert’ und es ist höchste Zeit Nägel mit Köpfen zu machen. Er erhält man auch die ersten Anfragen als Fotograf für Zivilhochzeiten, welche eher unter der Woche stattfinden.

Brautkleider kann man theoretisch jederzeit aussuche. Doch es ist zu bedenken, dass viele Lieferanten für die Herstellung auf Mass einige Monate benötigen. Dies dauert meist mindestens 3, oft bis zu 6 Monate. Sich schon 7-8 Monate vor der Hochzeit mit dem Brautkleid zu befassen ist also sicher nicht fehl am Platz.

Auch Paarringe brauchen je nachdem eine gewisse Vorlaufzeit. Dies ein halbes Jahr davor anzugehen ist sicher auch realistisch.

Je nach Grösse der Hochzeit sollte man in Betracht ziehen, die Gäste 5-9 Monate vor der Hochzeit mit Save-the-date Karten über das frei zu haltende Datum zu informieren. In etwa 3 Monate vor der Hochzeit können dann die Einladungen mit mehr Detailinformationen versandt werden.

Für Zivilhochzeiten sind sind zudem die Fristen der Standesämter zu beachten. Beliebte Termine sind oft sehr beliebt und meist schon am erst-möglichen Reservationsdatum ausgebucht. Daten wie der 8.8. oder 9.9. sind sehr beliebt. Zum Beispiel in der Stadt Zürich können Daten frühestens und auf den Tag genau ab 6 Monate vor dem gewünschten Termin reserviert werden.

In der Zeit von ca. 2-6 Monate vor der Hochzeit fallen dann noch Themen wie die Menuauswahl, Coiffure- und Frisurwahl, die Hochzeitstorte und die noch notwendigen Detailplanungen mit den verschiedenen Dienstleistern an.

Achtung, diese Auflistung ist nicht vollständig. Es gibt noch viele andere Aspekte, doch dies soll einen ersten Überblick geben. Ich werde bei Gelegenheiten diesen Artikel anpassen und ergänzen.

 

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Sind Fotografen teurer, wenn’s um’s Heiraten geht?

Man liest es immer mal wieder in Hochzeitsforen oder hört es in Gesprächen von Brautpaaren: Wenn es um’s Heiraten geht, ist alles etwas teurer…. Doch stimmt das so?

Gerade vergangene Woche löste ein Craigs-List Gratisinserat einer Braut aus den USA viele lautstarke Reaktionen aus und viele Hochzeitsfotografen aus Übersee begannen Antworten in Form von Blogbeiträgen zu verfassen.

Hier ein Screenshot des Inserates, in welchem die Braut einen ‘bezahlbaren’ Fotografen sucht und sich dabei ziemlich heftig über die ihrer Meinung nach überrissenen Preise mancher Hochzeitsfotografen auslässt:

Also, zurück zur Frage: Ist alles teurer, wenn es um Hochzeiten geht, insbesondere, verlangen Hochzeitsfotografen zu hohe Preise?

Erstaunen wird es kaum, dass ich als Hochzeitsfotograf klar eine andere Ansicht als die Braut im Amerikanischen Inserat habe. Nikki Wagner hat auf PetaPixel eine gute Antwort gepostet, in der man eine realistische Aufstellung von Kosten findet, welche ein Fotograf zu tragen hat. Jeder selbständig Tätige wird dem zustimmen können, egal ob als Fotograf oder aus einem anderen Bereich.

Die Kosten sind aber nur ein Aspekt. Genau so zum zugegeben nicht günstigen Preis einer ganztägigen Hochzeitsreportage gehört auf der Zeitaufwand. Und dieser ist deutlich mehr als die Zeit, welche man vor Ort mit dem Brautpaar verbringt. Eine Hochzeitsreportage besteht in etwa aus diesen Tätigkeiten auf der Seite des Fotografen:

  • Vorbesprechung(en) mit dem Brautpaar. Manchmal werden diese mit Location-Besichtigungen kombiniert, sodass neben einigen Stunden Zeitaufwand auch noch Reise-/Fahrtaufwände dazu kommen.
  • Die Vorbereitungen des Fotografen, bestehend aus Mails mit dem Brautpaar und anderen Involvierten, Vorbereitung der Ausrüstung (reinigen, packen, aufladen, speicherkarten leeren, kontrollieren).
  • An- und Abreise zur Hochzeitslocation.
  • Natürlich die Fotografie, irgendwo zwischen 8 und 14 Stunden vor Ort.
  • Herunterladen und archivieren aller Fotos, Backup erstellen, Kontrolle der Daten.
  • Sichten und aussortieren aller Fotos und danach die Bearbeitung der Bilder. Je nach gelieferter Bearbeitungsqualität kommt hier schnell mal ein Zeitaufwand zustande, der deutlich mehr als die eigentliche Fotografie-Zeit am Hochzeitstag ist.
  • Zusammenstellen der Bild-DVD, online-Kundengalerie, Kommunikation der Zugangsdaten, Abrechnung und Versand.

Der Aufwand ist natürlich je nach Fotograf und seinen Leistungen sehr unterschiedlich. Bietet man dem Brautpaar aber wirklich fertig bearbeitete Bilder – alles andere ist meiner Meinung nach ungenügend – so kommt schnell mal ein Zeitaufwand von mehr als einer guten Arbeitswoche zustande.

Berechnet man damit nun die eigentlichen Kosten pro Stunde, so merkt man schnell, dass damit unter Berücksichtigung der auf PetaPixel aufgezeigten Kosten ein ziemlich tiefer Stundenpreis zustande kommt. Da wird in beinahe allen anderen fotografischen Disziplinen deutlich mehr verrechnet und die die Aussage, dass Hochzeitsfotografen nur wegen dem Thema “Hochzeit” mehr verrechnen, ist schlicht falsch.

Etwas möchte ich aber noch betonen: Ich akzeptiere absolut, dass nicht jeder sich zur Hochzeit eine Hochzeitsreportage für mehrere Tausend Franken leisten kann oder leisten will. Und es ist mir absolut klar, dass es nicht jedem gleichviel bedeutet von seinem Hochzeitstag spezielle, künstlerische oder aufwändig bearbeitete Hochzeitsfotos zu haben.

Jedem das Seine…

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Neues Fotostudio entsteht in Zürich!

Neu ist es mittlerweile für niemanden mehr, der meine Aktivitäten verfolgt. Weder für die Kollegen, Freunde, Familie, noch die anderen etwas ruhigeren im Schatten geduckten – LOL 😉

Spass beiseite, wir haben ein neues Fotostudio bezogen, welchen wir zurzeit am einrichten sind. Es steht noch viel Arbeit an, doch eine wichtige Sache steht schon, die Webseite. Doch wieso eine neue Webseite? Na, weil das Fotostudio in Zürich zugleich eine neue Zusammenarbeit mit meinem Fotografen-Kollegen und langjährigen Freund Richard Overtoom begründet.

Das Studio bietet ein ideales Umfeld für unsere Arbeit als Fotografen. Es ermöglicht uns die hohen Ansprüche, welche wir an diesen wunderbaren neuen Studioraum in Zürich Neu-Oerlikon haben, zu erfüllen. Unser Fotostudio in Oerlikon soll dabei nicht nur eine technische Installation sein, sondern ein schönes Lokal. Wir wünschen uns, dass auch all unsere Kunden, Brautpaare, junge Eltern, Freunde und weitere dieses neue Studio lieben. Und wir werden noch einige Monate damit beschäftigt sein, diesen Rohdiamant zu einem Juwel der Zürcher Fotografen-Szene zu schleifen 😉

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