Geklaute Webseiten-Texte: Wie gehe ich gegen diese dumme Alltäglichkeit vor?

Hinter Webseiten und deren Inhalten steckt viel Arbeit. Je nach Sinn und Zweck einer Seite gehen schon Stunden, wenn nicht gar Tage oder Wochen, in das Erstellen von Produkt-, Angebots- und Anbieterbeschreibungen. Diese Texte und oft auch dazu gehörtende Bilder und Illustrationen sind meistens das Rückgrat und auch der eigentliche Identität einer online Präsenz.

Diese Arbeit ist zum Glück durch das Urheberrechtsgesetz geschützt. Aber trotzdem wird geklaut, was das Zeug hält. Oft wohl aufgrund der Überlegung, dass der andere mit seinen Texten und seiner Webseite ja erfolgreich sein muss, also muss etwas richtig daran sein. Oder, wenn er so gut in Google gefunden wird, dann liegt das wohl an seinen Inhalten. Also, anstelle richtig zu verstehen, selber zu arbeiten, kopiert man einfach. Doch genau diese Vorgehensweise ist völlig falsch, ja sogar kontraproduktiv und ilegal. Wieso? Hier ein paar Aspekte:

  • Inhalte – Texte und Bilder – unterstehem dem Urheberrechtsgesetz. Klauen und einfach nur schnell kopieren und dann auf der eigenen Seite veröffentlichen ist somit illegal.
  • Wenn ein Text zweimal identisch im Internet vorkommt, ist das doppelter Content und genau das mögen Google und andere Suchmaschinen gar nicht. Klaut man und veröffentlich, so schadet man also der Seite des Urhebers und zugleich sogar seiner eigenen. Das Vorgehen ist also schlicht ungeschickt, kontraproduktiv und ich würde sagen dumm.
  • Suchmaschienenoptimierung ist um ein vielfaches komplexer, als einfach die richtigen Texte online zu haben. Man erreicht mit guten Texten allein noch gar nichts.
  • Kommt der Content-Klau aus, so hat man sein Image zumindest beim Urheber ramponiert. Unbeliebt machen ist meist ein schlechter Weg, sich in einer Branche zu etablieren.

Ganz konkret erlebe ich das Phänomen immer wieder bei meiner Seite hochzeitsfotograf-schweiz.ch. Die Seite wird beim Suchen nach einem Fotografen für Hochzeiten ziemlich gut gefunden. Und somit fällt sie offensichtlich auch meinen ‘werten’ (wow, wer verwendet dieses Steinzeitwort noch;)) Kollegen auf. Und einige sind dann so naiv und kopieren sich einfach mal meine Texte.

Um geklauten Content zu finden, gibt es ein ganz praktisches online Tool: Auf der Seite Copyscape kann man die URL seiner eigenen Webseite eingeben und Copyscape spuckt einem dann aus, wo die gleichen Inhalte im Internet sonst noch gefunden wurden. Dabei erhält man eine sehr praktische Anzeige der Webseiten mit farbig unterlegten Text-Passagen.

Ich sende dem Webseitenbetreiber dann jeweils ein freundliches, aber bestimmtes Email mit der Aufforderung die Texte zu entfernen. Die Antworten sind teils haarsträubend. Da kommen manchmal ganz merkwürdige Ausreden zusammen, weshalb die Texte kopiert wurden. Doch am Schluss wir fast immer mehr oder weniger korrekt reagiert und die Texte verschwinden.

Wie geht es euch? Habt ihr auch entsprechende Erlebnisse? Ich bin gespannt, davon in den Kommentaren zu hören.

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