“Das Magazin” digital nur noch per iPad? Netzzukunft

Es ist ganz klar, dass all diejenigen, die vom Schreiben leben, nicht einfach nur Gratisinhalte bieten können. Weil aber im Internet extrem viel kostenlos erhältlich ist, scheint Geld mit Texten und Inhalten im Netz zu verdienen recht schwierig zu sein. Damit kämpfen auch Verlage und Herausgeber.

Der normale und am meisten verbreitete Weg ist Werbung. Bannerwerbung und Advertorial Texte sind für die meisten kommerziellen, journalistischen Angebote die finanzielle Grundlage. Wir sprechen hier nicht von in der Freizeit geführten Seiten Privater oder solchen, die quer finanziert werden und einem anderen Zweck – PR, Kundengewinnung, usw. – dienen.

Die TA-Media als Herausgeber von “Das Magazin” scheint mit der online-Version nun nicht mehr einfach alles Preis geben zu wollen, das man sonst in der bezahlten Print-Version erhält. Für die digitale Ausgabe benötigt man nun ein iPad, um via App die vollen Texte lesen zu können – Fr. 1.10 pro Ausgabe.

Ob dies funktioniert, wird sich zeigen. Viele Verleger hoffen auf die Kommerzialisierung via Tablet-Computer und zählen damit auf deren schnelle Verbreitung. Doch wird es meiner Meinung nach nicht die Verbreitung der iPads und kommende Konkurrenten sein, sondern die Verfügbarkeit von vergleichbar interessierenden Inhalten im Internet generell, die über Erfolg und Misserfolg entscheiden. Denn solange man anderswo kostenlos (und mehrheitlich werbefinanziert) konsumieren kann, wird wohl mehrheitlich dieser Weg genutzt.

In diesem konkreten Fall hingegen hat man sich aber wohl gesagt, dass man mit den relativ geringen Zugriffszahlen auf dasmagazin.ch eh nicht genügend relevante Einnahmen generieren kann. Also wieso nicht gleich damit das iPad-Experiment wagen, respektive diesen Weg testen. Die Zukunft wird’s weisen!

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2 Replies to ““Das Magazin” digital nur noch per iPad? Netzzukunft”

  1. Die TA-Media als Herausgeber von “Das Magazin” scheint mit der online-Version nun nicht mehr einfach alles Preis geben zu wollen, das man sonst in der bezahlten Print-Version erhält.

    Gab es bislang überhaupt eine bezahlte Print-Ausgabe? AFAIK wurde das «Magazin» schlicht am Samstag dem Tages-Anzeiger und anderen Tageszeitungen ungefragt beigelegt.

    1. In dem Sinne ist die Ausgabe ja bezahlt, mit dem Kauf des TA oder anderer Tageszeitungen – im Unterschied zu Gratiszeitungen.

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