Preise der Schweizer Post – teure Briefpost-Weiterleitung

Dies wird mal wieder ein kleiner Beitrag zu den Post-Preisen. Es geht aber nicht darum, ob ein Brief-Porto nun 90 Rappen oder 1 Franken sein soll, sondern darum, wie die Post ihre Leistungen teilweise zusammen streicht und die Preise nicht einfach ein wenig der Teuerung anpasst, nein sie teils massiv erhöht bis verdoppelt oder einfach neue Gebühren aus dem Boden stampft.

Inspiriert zu diesem Post fühle ich mich im Moment, weil wir gerade eine Post-Weiterleitung machen wollten. Vor knapp einem Jahr tat ich das, als mein Fotostudio nach Zürich Oerlikon zügelte. Die Weiterleitung erwarb ich ganz einfach am Postschalter für Fr. 15.- und hatte die Alternative Fr. 30.- zu bezahlen, damit die Post meine Adressdaten nicht weiterverkauft (Randnotiz / Vermutung: Die Post verdient ziemlich sicher mehr mit dem Datenverkauf, als die Weiterleitung kostet – Vermutung Ende). Als wir heute nun am Postschalter waren informierte man uns, man könne dies am Schalter tun oder aber günstiger von Zuhause aus im Internet – was wir natürlich gleich beabsichtigten.

Zuhause am Monitor kam dann die Überraschung: Der Preis hat sich bei einer online-Bestellung verdoppelt, sonst sogar noch weiter erhöht. Online bezahlt man ohne Datenweitergabe nun satte Fr. 60.-, akzeptiert man die Datenweitergabe (die übrigens schönredend als Adressberichtigung bezeichnet wird), so sind es Fr. 30.-. Am Schalter sind die Preise Fr. 72.-, respektive 36.-. So eine Verdoppelung und mehr sollte man wohl dem Datenschützer melden. Ob der da was tut? Naja.

Post-logistischerweise sind bei diesen neuen Rekordpreisen natürlich noch Zuschläge möglich: Um die Weiterleitung machen zu können benötigt man erst mal einen registrierten Zugang, für welchen einem die Post zur Identifikation einen Code per Post zuschickt. Wer darauf nicht warten will, muss auch nicht, sondern kann einfach für zusätzliche Fr. 5.- das Prozedere ohne diesen Zugangscode starten. Hat man dann das ganze begonnen, kommt die nächste Zeitverzögerung, welche der Post eine neue Gebührenschwelle ermöglicht. Denn wenn man die Umleitung gleich sofort aktiv haben möchte, so ist das gegen eine Gebühr von Fr. 10.- möglich, sonst dauert’s weitere 3 Tage. Alles in allem kann man so den Preis also von Fr. 60.- nochmal auf Fr. 75.- steigern. Bravo Post, euer Abzocker-Gespühr ist bewundernswert und das wohl bei einer hinter der Kulisse weitgehend rein elektronischen, vollautomatischen Einrichtung der Post-Umleitung.

Als noch-Monopolist im Breifverkehr kann es sich die Post gut leisten sich auf die Umsatzmaximierung zu konzentrieren und die Kundenzufriedenheit einfach mal links liegen zu lassen – so mein subjektiver Eindruck.

P.s.: Wer die Gebührenepisoden beim Einrichten einer Vollmacht zum Abholen eingeschriebener Briefe oder Pakete bei der Schweizer Post noch nicht kennt, der soll doch mal diesen Artikel bei Bloggingtom lesen.

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Bücher, die ich nicht mehr brauche…

… führe ich neu auf dieser Seite auf:
Gratis und günstig abzugeben: Bücher (Webdesign, IT, Fotografie, Bewerbung).

Die Bücher können (bevorzugt) bei mir in Zürich Oerlikon, nähe Bahnhof, abgeholt werden. Alternativ und gegen eine kleine Gebühr verschicke ich sie auch per Post. Wer also für das eine oder andere Buch Verwendung hat, meldet sich am besten gleich mit der dort angegebenen Emailadresse.

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True Type Font TTF installation error on Mac OS X Lion & converting it to Open Type OTF

I’m about to get my new iMac in shape with all the tools, special configurations and programs. In addition, I just right now wanted to install a font I use regularly for some of my designs. The new Computer runs on Mac OS X Lion while all other computers on which the font was in use previously were on Snow Leopard. To my surprise the installation process via Font Book stalled with an error:

Problems may have been found with some fonts during validation:
<corrupt font name> x
 Font basic parsability x.

While x means a serious error and it is not suggested to use the font. Boooaah!

Googling yielded very few details about it, so I decided to quickly post the solution I found here (at least until now that all seems to work fine and the font was installed without an error. All I did is convert the TTF font file into an Open Type Font file, which I did using this free font converter.

Hey, if this helped you solve your font problem, feel free to link to this page and leave a comment with your page below. Thanks for sharing!

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Falsche Adresse – oder wie sie meinen Auftrag nicht bekommen

Kürzlich auf der Suche nach einem Handwerker stiess ich auf einen Anbieter, der in seiner Webseitennavigation den Punkt “Standorte” führte. Na perfekt, ist er auch in der Nähe? Klar, da fand ich eine tatsächlich eine komplette Zürich Adresse, zwar mit Postfachangabe, aber das hatten auch die beiden anderen Standorte in Bern und Zofingen. Zudem war bei jedem Standort eine andere Telefonnummer, jeweils mit der passenden Vorwahl, aufgeführt.

Perfekt, da gehe ich vorbei und schau mir die Muster gleich vor Ort an. Schliesslich bin ich ja in 10 Minuten da und was ist besser, als gleich vor Ort den Kontakt zu suchen. Das dachte ich mir zumindest so, doch als ich eintraf fand ich zwar ein Gewerbeareal, aber dieses beherbergte einen Schrottverwerter und nix anderes. Bauchgefühl: Merkwürdig? Umgezogen? Fake?

Also egal, einfach die 044er Telefonnummer anrufen und nachfragen ist wohl das Beste. Getan, und ein Herr, unterwegs im Auto, begrüsste mich freundlich mit dem korrekten Firmennamen. Als ich dann sagte, dass ich an der angegebenen Adresse stehe, da aber seine Tür vermisse, erklärt er mir, dass sie ihr Büro nur in Bern haben, aber tätglich in Zürich arbeiten. Aus diesem Grund habe er da eine Adresse “hinterlegt”.

Was dann folgte war ein kurzes Verkaufsgespräch und dass er bei Interesse natürlich gerne bei mir vorbei komme.

Nun ja, will ich das? Mich selber stört es gar nicht, wenn ein Dienstleister von etwas weiter anreist und das gleiche anbietet, wie ein lokaler. Auch wenn ich es natürlich veil vernünftiger finde, einen lokalen zu beauftragen, sofern das Angebot und die Dienstleistung stimmt.

Und vor allem: Ich fühlte mich schon ein wenig auf den Arm genommen. Ich stand da vor der nicht existenten Tür, die so echt aussehend auf seiner Webseite präsentiert wurde. Ein Standort, der keiner ist. Wie ist es den da mit seinen Angeboten, seinen Referenzen, seinen Fähigkeiten. Sind die echt, oder stehen die auch nur einfach so da? Ist die ganze Webseite nur eine virtuelle Fassade ohne etwas dahinter?

Die Vertrauensbasis war weg, sofort!
Hätte er nur seine echte Adresse als Standort angegeben und betont, dass er regelmässig auch in Zürich unterwegs und bereit zu einem Beratungsgespräch sei, hätte ich dies wohl wahr genommen. Doch so, und diese Beispiele gibt’s wohl in allen Branchen, ist für mich das Vertrauen gleich im vornherein weg. Die Person oder der Anbieter war in meinen Augen schlicht nicht ehrlich, nicht vertrauenswürdig und mit so jemandem will ich nicht zusammenarbeiten. Punkt.

 

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Peugeot Episode – Auf dem Weg zur Besserung

Ich jammerte ja bereits laut über meinen Irrweg mit der Markt-führenden Zürcher Peugeot Garage und berichtete kürzlich von einer bessernden Situation. Mittlerweile traf auch die Rechnung ein, welche im Vergleich zu früher ganz vernünftig ausfiel.

Eine weitere Besserung beobachtete ich aber auch noch, welche mein Vertrauen in meinen neuen Garagisten weiter stärkt: Während das Auto zuvor mit beinahe 10 Liter auf 100 km erstaunlich viel Diesel verbrauchte, sank der Wert plötzlich wieder auf die gewohnten ca. 7 L/km. Ich muss also auch davon ausgehen, dass der Peugeot 307 SW nun wieder deutlich korrekter eingestellt ist. Ansonsten kann ich mir die Verbrauchsdifferenz nicht vorstellen.

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